Dienstag, 27. Juni 2017

Rezension: Was andere Menschen Liebe nennen

Titel: Was andere Menschen Liebe nennen
Autoren: David Levithan & Andrea Cremer
Preis: 14.99€
Ausgabe: Broschiert mit Klappe
Verlag: cbt
Seiten: 416
Genre: Romantasy, Jugendbuch
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Klappentext:

Der 16-jährige Stephen ist unsichtbar – und zwar schon von Geburt an. Ein Fluch lastet auf ihm. Ganz allein lebt er in einem Hochhauskomplex mitten in New York City. Eines Tages zieht dort Elizabeth mit ihrer Familie ein und es passiert etwas, womit Stephen nie in seinem Leben gerechnet hätte. Elizabeth kann ihn sehen! Zwischen den beiden entspinnt sich eine Liebesgeschichte, so traumhaft schön wie der Sommer, aber gleichzeitig auch so bedrohlich wie ein nahendes Unwetter. Und dann müssen die beiden eine Entscheidung treffen, die den Unterschied zwischen Liebe und Tod bedeuten kann.

Meinung:

Das Cover gefällt mir auf den ersten Blick wirklich gut und drückt eine gewisse Sehnsucht aus, die gut zum Buch passt, aber wegen des Covers habe ich mit einer ganz anderen Geschichte gerechnet als die, die ich bekommen habe, denn das Ganze hat viele Fantasy Aspekte und ich hätte mir gewünscht, dass das Cover dementsprechend etwas geheimnisvoller und dunkler gestaltet worden wäre.

Inhalt: Stephen ist schon sein ganzes Leben unsichtbar und seine sozialen Kontakte halten sich natürlich dementsprechend in Grenzen, denn er kann die Menschen ja nur beobachten. Schließlich würde es jeden erschrecken, wenn plötzlich aus dem Nichts eine Stimme käme. Doch das ändert sich mit Elizabeth, die ihn doch tatsächlich sehen kann! Die beiden verlieben sich ineinander, doch Elizabeth und Stephen finden in dieser Zeit schockierende Dinge heraus, die ihr ganzes Leben auf den Kopf stellen und auch den Tod bedeuten können...

Einstieg: Wie ich schon oben erwähnt habe, habe ich mit einer etwas anderen Geschichte gerechnet und war deshalb etwas überrascht, als ich dann ein paar Seiten gelesen habe. Das bedeutet jetzt nichts Negatives. Ich war eben nur überrascht. Trotzdem kommt man wirklich gut ins Buch herein, da die Charaktere auf mich sofort sehr sympathisch wirkten und ich es gut fand, dass das Buch abwechselnd aus Elizabeths und Stephens Sicht geschrieben ist, da man so beide Standpunkte gut nachvollziehen kann und sich das Buch besser lesen lässt und verständlicher ist.

Stephen hat ein ziemlich hartes Leben, weil ihn niemand sehen kann. Ich stelle mir das echt sehr einsam vor und möchte da nicht mit ihm tauschen, aber dann tritt Elizabeth in sein Leben, die erste Person, die ihn wirklich sehen kann. Für ihn ist das eine ganz neue Sache und es ist schön mitanzusehen, wie sehr ihn das erfüllt. Allgemein ist er ein Charakter, den ich unheimlich sympathisch fand und mit dem ich wirklich mitgelitten habe und mir immerzu gewünscht habe, sein Fluch würde irgendwie aufgehoben werden.

Auch Elizabeth fand ich auch Anhieb sehr sympathisch und habe sie schnell ins Herz geschlossen. Sie ist ein bisschen abgedreht (auf die gute Art und Weise) und alles in allem total liebenswürdig. Eigentlich ist sie meist selbstsicher, doch auch sie hat unsicherer Momente, in denen sie ihre Gefühle herauslässt. Manchmal ist sie für meinen Geschmack etwas zu impulsiv, aber jeder gute Charakter braucht Macken, denn das sorgt eindeutig dafür, dass sie echter wirken. Sie muss in dem Buch viel einstecken und findet über sich selbst Schockierendes heraus, doch sie bleibt stark und mutig, was sie zu einem super Charakter macht.

Laurie, der Bruder von Elizabeth, ist mir ebenfalls sehr ans Herz gewachsen. Er ist schwul und ihm wurde deshalb Schlimmes angetan. Doch er ist wieder aufgestanden und begegnet der Welt trotz allem mit einem Lächeln im Gesicht, was ich an ihm wirklich sehr bewundernswert fand.

Die Welt ist mäßig ausgearbeitet. Ich kann nicht viel dazu sagen, ohne zu spoilern, aber im Grunde finde ich die Idee dieser Welt wirklich gut und außergewöhnlich, aber es fehlt ein wenig an Tiefe und Hintergrundwissen, was einfach spärlich in diesem Buch behandelt wurde. Ich hatte so ein bisschen das Gefühl, es wurde nur mal eben kurz an der Oberfläche des Möglichen gekratzt, was ich etwas schade fand.

Die Story hat mich wirklich angesprochen, auch wenn ich gedacht hätte, dass der Fantasy Aspekt kleiner wäre. Man fühlt mit den einzelnen Charakteren mit und fiebert dem weiteren Handlungsverlauf entgegen. Die Spannung wird auch dadurch aufrechterhalten, dass immer erst nach und nach etwas über die Welt und das Schicksal der Protagonisten preisgegeben wird. Es gab zwar auch ein paar Längen, aber diese hielten sich in Grenzen. Der Schreibstil hat mir auch sehr zugesagt, weil er schön locker ist und man kann das Buch deswegen sehr schnell durchlesen.

Fazit:

Insgesamt ist das Buch gut für Zwischendurch. Der Fantasy Aspekt ist größer, als man zuerst aufgrund des Covers vermutet, doch das hat mir gut gefallen und macht das Buch zu etwas Besonderem. Auch die Charaktere waren mir sehr sympathisch und sind gut ausgearbeitet. Die Welt ist allerdings nur recht oberflächlich und hätte mehr Details gebraucht. Durch den Schreibstil kann man das Buch wirklich schnell und leicht lesen.

Bewertung:
 
4 von 5 Sternen
 
Vielen Dank an den cbt Verlag und das Bloggerportal für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!


Kommentare:

  1. Hi Nina,

    ich habe das Buch auch schon gelesen, ich muss sagen, dass ich auch etwas ganz anderes erwartet hätte, die Liebesgeschichte kam echt etwas zu kurz, dennoch fand ich das Buch aber ebenfalls sehr unterhaltsam! :D
    Ich habe deine Rezi unter meiner verlinkt, die morgen erscheinen wird. Ich hoffe, dass ist in Ordnung! Falls nicht, sag mir einfach Bescheid! :D

    Liebe Grüße
    Jessi

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    1. Huhu Jessi,

      freut mich, dass du da meine Meinung teilst ;D Natürlich ist das in Ordnung, ich freue mich darüber :D

      Liebe Grüße,
      Nina

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