Donnerstag, 29. Dezember 2016

Rezension: Letztendlich sind wir dem Universum egal

Titel: Letztendlich sind wir dem Universum egal
Autor: David Levithan
Preis: 9.99€
Seiten: 416
Verlag: Fischer
Ausgabe: Broschiert
Genre: Jugendbuch
Reihe: 1/2
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Klappentext:

Jeden Morgen wacht A in einem anderen Körper auf, in einem anderen Leben. Nie weiß er vorher, wer er heute ist. A hat sich an dieses Leben gewöhnt und er hat Regeln aufgestellt: Lass dich niemals zu sehr darauf ein. Falle nicht auf. Hinterlasse keine Spuren.
Doch dann verliebt A sich unsterblich in Rhiannon. Mit ihr will er sein Leben verbringen, für sie ist er bereit, alles zu riskieren – aber kann sie jemanden lieben, dessen Schicksal es ist, jeden Tag ein anderer zu sein?
Wie wäre das, nur man selbst zu sein, ohne einem bestimmten Geschlecht oder einer bestimmten Familie anzugehören, ohne sich an irgendetwas orientieren zu können? Und wäre es möglich, sich in einen Menschen zu verlieben, der jeden Tag ein anderer ist? Könnte man tatsächlich jemanden lieben, der körperlich so gestaltlos, in seinem Innersten aber zugleich so beständig ist?

Meinung:

Ich will das Buch schon total lange lesen, aber ich wollte warten, dass es als Taschenbuch rauskommt und als es dann endlich so weit war, ist es dann natürlich auch schnell bei mir eingezogen. Das Cover finde ich sehr ansprechend und es passt auch sehr gut zum Buch, da ganz viele verschiedene Gesichter drauf zu sehen sind und A ja jeden Tag jemand anderes ist.

A wacht jeden Morgen als eine andere Person auf. Das einzige, was alle gemeinsam haben, ist, dass sie alle immer das gleiche Alter haben. Denn A schlüpft immer nur in Personen, die dasselbe Alter wie er selbst haben. Er ist nämlich 16 Jahre alt. A darf sich nicht zu sehr auf das Leben, in das er schlüpft, einlassen, denn am nächsten Morgen wird er direkt wieder herausgerissen. Er darf keine Spuren in den Leben hinterlassen und das heißt, dass er nicht versuchen darf, zu viel zu ändern. Allerdings verliebt er sich eines Tages in Rhiannon, als er im Körper ihres Freundes, Justin, steckt. Aber wie soll das funktionieren? Rhiannon hat ja keine Ahnung, dass sie den Tag mit A und nicht mit Justin verbracht hat. Und am nächsten Morgen ist A auch schon wieder in einem anderen Körper, aber er ist fest entschlossen, sie wiederzusehen...

A ist ein wirklich sehr sympathischer Charakter und man kann gut nachvollziehen, wie er sich fühlt, denn er kann sich ja nie an seinen derzeitigen Körper gewöhnen und sich nie an sein Umfeld binden, da er ja am nächsten Tag schon wieder eine andere Person ist. Als er sich in Rhiannon verliebt, ist von Anfang an klar, dass diese Beziehung zum Scheitern verurteilt ist, aber A hält trotzdem daran fest. Ich finde es bewundernswert, dass er sich nicht davon abbringen lässt, Rhiannon zu sehen, obwohl eigentlich alles dagegenspricht, aber er findet einen Weg und zum ersten Mal beginnt A, sich wirklich an eine Person zu binden. Natürlich gibt es genug harte Momente in As Leben und er muss viel durchmachen, allerdings versucht er fast immer, das Beste aus seiner Situation zu machen.

Auch Rhiannon fand ich wirklich sehr sympathisch. Man kann verstehen, dass sie natürlich erstmal total irritiert ist als sie erfährt, wie A lebt und was ihm jeden Tag widerfährt. Jeder wäre da erstmal misstrauisch, aber sie lässt sich davon nicht abschrecken, sondern versucht As Lage zu verstehen. Sie ist ein besonderes Mädchen, das ein Arschloch als Freund hat und trotzdem möchte sie sich nicht von ihm trennen, denn sie sieht immer das Gute in Menschen. Sie ist dadurch sehr nett, aber auch etwas naiv. Insgesamt ist sie also ein guter Charakter.

Die Story ist wirklich etwas ganz Besonderes, denn ein ähnliches Buch habe ich noch nicht gelesen. Ich hatte wirklich sehr hohe Erwartungen an das Buch, weil es nun mal von David Levithan ist und ich von diesem Autor wirklich sehr viel halte. Der Schreibstil ist wie von David Levithan gewohnt sehr leicht zu lesen und schön flüssig. Allerdings muss ich sagen, dass sich das Buch am Anfang (sprich die ersten 100 Seiten) ziemlich gezogen hat. Ich weiß nicht wieso, aber es konnte mich nicht richtig fesseln und ich fand es ziemlich langweilig. Nach diesem etwas holprigen Anfang konnte mich das Buch dann aber doch total in seinen Bann ziehen und ich konnte es gar nicht mehr aus der Hand legen. Die Geschichte ist wirklich sehr mitreißend und regt zum Nachdenken an. Die Story ist wirklich sehr außergewöhnlich, denn man fragt sich schon, wie es wäre, so zu leben wie A. Ich fände es schon mal interessant zu wissen, wie es ist, mal eine andere Person zu sein, aber ich würde trotzdem nicht so leben wollen wie A. An manchen Stellen ist das Buch humorvoll und niedlich, aber es ist auch nachdenklich und ziemlich emotional.

Fazit:

Nach einem etwas holprigen Anfang konnte mich das Buch doch noch total überzeugen, denn die Story ist sehr besonders und regt einen zum Nachdenken an. Außerdem ist auch der Protagonist sehr sympathisch und die Geschichte ist ziemlich abwechslungsreich. Insgesamt hat mir das Buch also wirklich gut gefallen! Und ich werde sicherlich auch noch den zweiten Teil lesen.


Bewertung:


4 von 5 Sternen




Kommentare:

  1. Hey,
    Ich habe gerade deinen Blog entdeckt und er gefällt mir wirklich sehr gut. Ich habe deinen Blog auch gleich mal abonniert. :D Vielleicht hast du ja Lust auch bei mir mal vorbeizuschauen. Darüber würde ich mich sehr freuen. :)
    LG Benedikt von
    http://beneaboutbooks.blogspot.de/

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    1. Hi Benedikt,

      das freut mich! :) Ja, dann schaue ich gleich mal bei dir vorbei ;)

      Liebe Grüße,
      Nina

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