Freitag, 20. Januar 2017

Rezension: Love Letters to the Dead

Titel: Love Letters to the Dead
Autorin: Ava Dellaira
Preis: 9.99€
Verlag: cbt
Seiten: 416
Ausgabe: Broschiert
Genre: Jugendbuch
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Vielen Dank an den cbt Verlag und das Bloggerportal für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!

Klappentext:

Es beginnt mit einem Brief. Laurel soll für ihren Englischunterricht an eine verstorbene Persönlichkeit schreiben. Sie wählt Kurt Cobain, den Lieblingssänger ihrer Schwester May, die ebenfalls viel zu früh starb. Aus dem ersten Brief wird eine lange Unterhaltung mit toten Berühmtheiten wie Janis Joplin, Amy Winehouse und Heath Ledger. Denn die Toten verstehen Laurel besser als die Lebenden. Laurel erzählt ihnen von der neuen Schule, ihren neuen Freunden und Sky, ihrer großen Liebe. Doch erst, als sie die Wahrheit über sich und ihre Schwester May offenbart, findet sie den Weg zurück ins Leben und kann einen letzten Brief an May schreiben …


Meinung:

Das Cover finde ich so schön. Ich liebe die verschiedenen Lilatöne und es passt so gut zum Buch, dass da ein Mädchen auf dem Schriftzug sitzt und einen Brief schreibt. Das Cover gefällt mir also wirklich außerordentlich gut.

Laurels Schwester ist vor Kurzem verstorben, was sie stark mitgenommen hat, und daraufhin ist ihre Mutter weggezogen, weswegen Laurel jetzt immer abwechselnd bei ihrer Tante und ihrem Vater wohnt. Im Englischunterricht bekommt sie die Aufgabe, einen Brief an eine verstorbene Person zu schreiben. Dabei wählt sie Kurt Cobain aus, aber es bleibt nicht nur bei ihm, sondern sie schreibt eine ganze Reihe von Briefen, in denen sie ihr Leben an der High-School beschreibt und wie sie mit dem Tod ihrer Schwester May umgeht. In den Briefen kann Laurel offener sein als im wahren Leben und die Toten verstehen sie einfach besser. An der High-School lernt sie Hannah und Nicole kennen, mit denen sie von da an viel Zeit verbringt. Und es gibt da auch einen Jungen namens Sky, der Laurel nicht kaltlässt...

Laurel ist ein unheimlich sympathischer Charakter, den ich wirklich ins Herz geschlossen habe. Sie ist ziemlich schüchtern und weiß irgendwie nicht so recht, wer sie selbst überhaupt ist. Nach ein paar Wochen auf der High-School beschließt sie, dass sie sich ändern muss, denn sie hat immer noch keine einzige Freundin an der Schule, da sie die Trauer wegen May total einschließt. Sie beginnt, sich am Kleiderschrank ihrer toten Schwester zu bedienen, die sie schon immer für ihr Selbstbewusstsein und ihre ständige Fröhlichkeit bewundert hat. Die Klamotten geben auch Laurel mehr Selbstbewusstsein und sie lernt endlich zwei Freundinnen kennen. Ich habe mich so gefreut, als Laurel endlich ein bisschen Anschluss gefunden hat. Die beiden fand ich übrigens auch sehr sympathisch, weil beide ziemlich außergewöhnlich sind. Hannah hat jede Woche einen neuen am Start und Nicole zeichnet total gerne, allerdings verbindet die beiden eine besondere Beziehung, mit der die beiden aber nicht umzugehen wissen. Auch Sky und Laurel kommen sich näher und Laurel ist das erste Mal verliebt. Die beiden sind ziemlich süß zusammen, aber Sky möchte natürlich auch ein bisschen mehr über Laurel wissen, allerdings hat Laurel immer noch das Problem, dass sie sich gegenüber Menschen überhaupt nicht öffnen kann. Nur in ihren Briefen kann sie offener über alles reden. Laurel lernt langsam, mit dem Tod ihrer Schwester umzugehen, aber dieses Ereignis belastet sie immer noch sehr... Manchmal wollte ich Laurel allerdings auch schütteln, weil ich ihre Reaktion nicht nachvollziehen konnte oder sie unheimlich naiv gehandelt hat. Laurel macht eine unheimlich große Entwicklung im Buch durch, denn am Anfang ist sie das unscheinbare, schüchterne Mädchen und durch ihre Freunde wird sie immer selbstbewusster und findet so langsam zu sich selbst.

Sky ist ein netter Kerl, den ich von Anfang an ganz sympathisch fand. Er macht keinen Hehl daraus, dass er Laurel mg und er ist auch nicht schüchtern. Er versucht,sich ein bisschen um sie zu kümmern, aber Laurel kann sich ihm nicht so richtig öffnen. Aber auch hinter Skys Fassade steckt ein bisschen mehr. Allerdings hätte ich mir manchmal gewünscht, dass er ein bisschen mehr Durchhaltevermögen hätte. Grundsätzlich fand ich ihn aber ganz nett. Ich hätte mir eventuell gewünscht, dass man noch ein bisschen mehr über ihn erfahren hätte in dem Buch.

Laurels Tante liebt Jesus und ist wirklich sehr religiös, was Laurel teilweise nicht verstehen kann. Außerdem ist Laurel der Meinung, dass sie von ihrer Tante wie ein kleines Kind behandelt wird, weil sie sich nicht oft verabreden darf und sie auch bei niemandem übernachten darf. Allerdings mochte ich Laurels Tante wirklich gerne, weil sie sich nur um Laurel gekümmert hat und versucht hat, alles richtig zu machen, auch wenn sie nicht besonders viel Erfahrung mit Kindern hat. Man hat gemerkt, dass Laurels Tante wirklich etwas an Laurel liegt.

Laurels Vater fand ich auch sehr sympathisch. Man hat gemerkt, dass der Tod seiner einen Tochter ihn wirklich mitgenommen hat und dann auch noch die Trennung von seiner Frau, aber er versucht, trotzdem sein Leben zu leben, denn er muss schließlich für Laurel da sein. Er hat sich so viel Mühe gegeben, für Laurel ein guter Vater zu sein, auch wenn es ihm gerade nicht so gut ging.

Ich war erst ein bisschen skeptisch als ich gesehen habe, dass das Buch in Briefform geschrieben ist, weil ich so etwas ehrlich gesagt, normalerweise gar nicht mag, aber ich wollte dieses Buch trotzdem gerne lesen, weil ich die Story sehr interessant fand. Hier hat mich dieser Schreibstil aber gar nicht gestört, sondern mir auch noch richtig gut gefallen, weil die Briefe eigentlich so geschrieben waren wie ein normales Buch. Ich fand die Idee auch klasse, dass Laurel ihre Briefe immer an verstorbene Berühmtheiten schreibt. Manche kannte ich nicht so gut. Da habe ich dann erstmal im Internet nachgeguckt und so habe ich auch mal mehr über diese Menschen erfahren. Das Buch konnte mich direkt zu Beginn packen und ich konnte gar nicht mehr aufhören mit Lesen. Es wird auch über das Buch eine gewisse Spannung aufgebaut, dadurch dass man unbedingt erfahren will, wie May gestorben ist und warum Laurel ihr Tod so sehr belastet. Natürlich May war ihre Schwester, aber einem wird schnell klar, dass da etwas mehr hinter steckt. Ich muss sagen, dass mich das Buch sehr stark an "The Perks of being a Wallflower" erinnert hat, weil die Story einfach beinahe komplett gleich ist. "The Perks of being a Wallflower" mochte ich ja irgendwie nicht so gerne, aber "Love Letters to the Dead" ist eindeutig besser. Der Protagonist hat mich ja bei TPOBAF total gestört, weil er ständig geheult hat, aber hier ist die Protagonistin viel stärker.

Fazit:

Das Buch zeigt viele Probleme, die man als Teenager haben kann und wie Laurel mit dem Tod ihrer geliebten Schwester umgeht. Die Charaktere waren mir auch alle sympathisch, besonders Laurel wird mir wohl noch lange in Erinnerung bleiben, weil ich ihre Entwicklung durch das Buch wirklich beeindruckend fand. Ich kann euch das Buch nur empfehlen!

Bewertung:

4,5 von 5 Sternen

Kommentare:

  1. Hey,
    Sehr schöne Rezension! Das Buch habe ich schon länger auf dem Schirm, aber geauft habe ich es mir noch nicht. Aber deine Rezi klingt so toll, ich glaube, ich komme um das Buch nicht herum. ;)

    Liebe Grüße,
    Myri

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    1. Huhu,

      danke! :) Ja, das Buch war echt super! Ich freue mich schon auf deine Rezi zu dem Buch, wenn du es dir zulegst! ;)

      Ganz liebe Grüße,
      Nina

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