Freitag, 2. Dezember 2016

Rezension: Herzklopfen auf Französisch

Titel: Herzklopfen auf Französisch
Autorin: Stephanie Perkins
Preis: 8,99€
Verlag: cbj
Seiten: 448
Genre: Jugendbuch, Liebe
Reihe: 1/3
Originaltitel: Anna and the French kiss
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Klappentext:

Ein Jahr in Paris? Anna könnte sich Besseres vorstellen, als in einem Land zur Schule zu gehen, dessen Sprache sie nicht spricht. Und dafür muss sie auch noch ihren Schwarm in Atlanta zurücklassen … Doch schon bald lernt die angehende Filmkritikerin das französische Leben zu schätzen: echter Kaffee, wunderschöne Gebäude und Kinos wohin man schaut! Vor allem der attraktive, und bereits vergebene, Étienne führt Anna durch das schöne Paris – und wird zu ihrem besten Freund. Doch als ihre Freundschaft immer enger wird, sind beide verunsichert – und das nicht nur, weil Étienne eine Freundin hat …


Meinung:

Ich finde, das Cover ist jetzt nicht so der Wahnsinn, aber es sieht okay aus. Das Orginalcover ist allerdings viel schöner, aber ich werde mich jetzt mal nicht beschweren, weil ich habe gebraucht dafür nur 1.99€ bezahlt. (Falls es euch interessiert: Ich habe das Buch bei rebuy bestellt und es hatte den Zustand sehr gut. Ich kann euch sagen, das Buch ist auf keinen Fall sehr gut. Der Buchrücken ist voller Leserillen und die Ecken sind total abgemackt und abgeknickt. Das hat mich total geärgert.)

Anna wird von ihrem Vater auf ein amerikanisches Internat in Paris geschickt, obwohl sie die Sprache gar nicht spricht. Sie findet allerdings schnell neue Freunde. Einer davon ist Etienne St. Clair. Anna mag ihn von Anfang an total gerne, allerdings gibt es ein Problem: Er hat eine Freundin.

Anna ist ein wirklich sehr sympathischer Charakter, mit dem sich bestimmt viele Mädels identifizieren können. Sie ist wirklich nett und witzig. Es ist auch richtig witzig, wie unbeholfen sie am Anfang in Paris ist, weil sie die Sprache ja nicht spricht und denkt, sie könne sich deswegen nicht verständigen. Irgendwann findet sie dann auch mal raus, dass die meisten Leute dort auch Englisch sprechen. Das war mal sehr lustig. Allgemein hat Anna viel Humor, was ich bei Charakteren total gerne mag.

Etienne ist auch sehr sympathisch. Er ist genauso wie Anna sehr humorvoll und lieb. Er kümmert sich auch von Anfang ein bisschen um Anna, damit sie einigermaßen an der neuen Schule und in Frankreich zurechtkommt. Lustig fand ich die Vorstellung von Anna und Etienne zusammen, weil er einen Kopf kleiner ist als sie, aber das hat seiner Attraktivität nicht geschadet, denn er ist ein sehr beliebter Junge auf dem Internat.

Die Story ist jetzt nichts, was man noch nie gelesen hat, sondern eher eine typische Jugendroman Geschichte. Aber ich finde so etwas für Zwischendurch immer mal sehr gut. Außerdem mochte ich den Schreibstil unheimlich gerne, weil er so flüssig und leicht zu lesen ist. Das Buch konnte mich total in seinen Bann ziehen, sodass ich gar nicht mehr aufhören wollte zu lesen, weil das Buch einfach eine sehr süße und packende Atmosphäre hat.


Fazit:

Mir hat das Buch wirklich sehr gut gefallen, auch wenn die Story jetzt nichts so Besonderes ist. Allerdings sind die Charaktere wirklich total sympathisch und auch der Schreibstil ist sehr flüssig. Das Buch hat mich so in seinen Bann gezogen, dass ich gar nicht mehr aufhören wollte, zu lesen.


Bewertung:


4,5 von 5 Sternen 

Donnerstag, 24. November 2016

Rezension: Calendar Girl - Berührt

Titel: Calendar Girl - Berührt
Autorin: Audrey Carlan
Seiten: 416
Preis: 12,99€
Verlag: Ullstein
Genre: Liebe, Erotik
Reihe: 2/4
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Klappentext:

Jeder Monat bringt Mia Saunders ihrem Ziel näher, eine Million Dollar für die Rettung ihres Vaters aufzutreiben. Im April ist sie die Begleiterin eines Baseball-Stars, der mehr von ihr will, als im Vertrag steht. Der Bad Boy ist hartnäckig - und höllisch sexy. Im Mai schmelzen Mias gute Vorsätze unter der Sonne Hawaiis dahin - mit dem Samoaner Tai Niko verbindet sie mehr als die gemeinsame Lust. Der Juni bringt einen spannenden Job in Washington D.C., aber auch Gefahr ...

Meinung:

Ich finde die Cover der Reihe sowieso ganz hübsch und das zweite ist mein Lieblingscover, weil ich das Blau in Verbindung mit dem Lila echt schön  finde, aber es ist wohl Geschmackssache, welches euch am besten gefällt.

Mia muss unbedingt eine Million zusammenkriegen, damit sie ihren Vater retten kann. Deswegen arbeitet sie als Escort Girl bei ihrer Tante. Im April ist sie beim Baseballstar Mason. Er ist ein typischer Aufreißer und gräbt Mia sofort an, doch Mia erkennt schnell, dass Masons Herz für jemand anderes schlägt. Danach geht es nach Hawaii, wo sie als Model arbeitet und Tai kennenlernt. Bei den beiden beginnt es sofort, zu knistern. Im Juni hat Mia einen Job bei einem alten Herrn und muss sein Anhängsel spielen, allerdings passieren dort unerwartete Dinge...

Mia mochte ich auch schon im ersten Teil ganz gerne und auch hier ist es genauso. Mia ist wirklich sehr offen und hat sicherlich keine Scheu, auf Männer zu zugehen. Sie ist wirklich lieb und kümmert sich auch stark um andere, was man ja auch schon daran sieht, was sie alles für ihren Vater in Kauf nimmt. Und dabei bleibt es ja nicht, denn sie muss ja auch noch die College Gebühren für ihre Schwester bezahlen. Mia trägt also eine ziemlich große Last auf ihren Schultern, aber sie geht damit ganz gut um. Natürlich sorgt sie sich auch um ihren Vater und ihre Schwester, da sie ja immer umher reist  und deswegen nicht vor Ort sein kann. Allerdings sieht Mia absolut das Positive an ihrem Job und hat sehr viel Spaß bei ihren Aufträgen. Bei jedem Auftrag lernt sie neue Freunde kennen, was Mia sehr glücklich macht. Insgesamt ist Mia ein sehr sympathischer Charakter, den wahrscheinlich viele mögen.

Mason aus dem April fand ich wirklich sehr nett. Am Anfang war er sehr obszön und so weiter und ich dachte mir nur so: Oh Mann, was ist das denn für ein Idiot?! Aber nach kurzer Zeit merkt man, dass sein etwas dämliches Verhalten nur Show ist, denn hinter seiner Fassade steckt viel mehr. Ich mochte Mason dann über die Zeit hinweg immer lieber. Außerdem ist er auch mit Abstand der humorvollste von den Männern.

Bei Tai dachte ich zu Beginn: Neeein, nicht schon wieder so ein nerviger Alec! Also ich mochte Alec aus dem Februar absolut nicht, denn der Typ hat mich total mit seinem Liebesgedöns und seinem Akzent genervt. Er hat auf mich irgendwie so dämlich gewirkt. Deswegen war ich total entsetzt, als Tai aufgetaucht ist und mich sehr an Alec erinnert hat. Allerdings hat sich schon schnell herausgestellt, dass Tai ganz anders ist. Tai ist auf jeden Fall sehr leidenschaftlich und er liebt seine Familie. Er ist ein wirklich sehr lieber und süßer Kerl, auch wenn es am Anfang erstmal nicht so wirkt. Er ist außerdem sehr gefühlvoll und sensibel, obwohl der Mann äußerlich mit seiner Größe das genaue Gegenteil ausdrückt. Ich glaube, ich fand ihn sogar noch ein bisschen besser als Mason.

Warren hat Mia nur als Begleitung für verschiedene Veranstaltungen gebucht, denn wenn man dort Erfolg haben will, braucht man ein junges Mädchen als Anhängsel. Warren ist natürlich nicht an Mia interessiert (er ist schließlich schon knapp 60), aber er hat einen sehr gut aussehenden Sohn, der an Mia interessiert ist. Auch Warren ist ein ganz netter Kerl, aber Aaron, sein Sohn,  ist in dem Buch derjenige, den ich von den Männern am wenigsten mochte, da er unheimlich arrogant ist und ein wenig komisch.

Auch Weston aus dem Januar ist natürlich wieder dabei, aber Mia ist sich immer noch unsicher bei ihren Gefühlen für ihn. Ihre Gefühle werden auf eine neue harte Probe gestellt, als sie bei Wes anruft und eine Frau ans Handy geht... Wes mochte ich im ersten Teil wirklich sehr gerne und im zweiten Teil mochte ich ihn auch, aber ein bisschen weniger als noch in Teil 1.

Die Story ist natürlich ein bisschen unrealistisch, da es normalerweise wohl nicht so üblich ist, dass man 100.000€ als Escort Girl verdient und dabei nur nette und außergewöhnlich gut aussehende Männer als Auftraggeber bekommt. Aber es muss ja nicht immer alles realistisch sein in einem Buch. Der Schreibstil ist sehr flüssig und lässt sich leicht lesen, sodass man schnell in das Buch reinkommt und es auch schnell durchlesen kann. Klar, das Buch ist jetzt nichts allzu besonders, aber es hat mich gut unterhalten und war genauso gut wie der erste Teil. Ich finde es auch sehr angenehm, dass man in irgendeiner Weise ja drei Stories in einem hat. So kann man jeden Tag einen Monat lesen.

Fazit:

Ich mag die Calendar Girl Reihe bis jetzt wirklich sehr gerne. Mir hat auch dieser Teil wieder gut gefallen und die Männer waren auch alle sehr sympathisch. Der Schreibstil ist sehr flüssig und ich finde es ganz schön, dass das Buch in Monate geteilt ist, da man sich das Buch so gut einteilen kann. Das Buch ist jetzt natürlich nichts Anspruchsvolles, weswegen man es gut zwischendurch lesen kann. Wenn euch der erste teil gefallen hat, wird euch dieses Buch sicherlich auch zusagen.


Bewertung:

4 von 5 Sternen

Sonntag, 20. November 2016

Rezension: All The Pretty Lies - Erkenne mich

Titel: All The Pretty Lies - Erkenne mich
Autorin: M. Leighton
Seiten: 352
Preis: 9,99€
Verlag: Heyne
Genre: Liebe
Ausgabe: Broschiert
Reihe: 1/3
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Vielen Dank an den Heyne Verlag und das Bloggerportal für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!


 
Klappentext


Nichts in ihrem Leben hätte Sloane und Hemi darauf vorbereiten können, was sie miteinander entdecken: Besessenheit und Verstörung, Liebe und Besitzergreifen. Doch was sie vergeblich suchen werden, ist eine Zukunft. Bisher nimmt es keiner von beiden mit der Wahrheit genau. Und schon bald müssen sie feststellen, dass der Teufel im Detail steckt. Im Detail und in den Lügen. Wie weit werden zwei Menschen für die Liebe gehen?



 
Meinung

Das Cover finde ich total hübsch, weil dieser Farbverlauf von pink zu hellrosa einfach richtig gut aussieht. Auch der Schriftzug passt sehr gut zum Cover und ich finde auch den Pfeil, der durch das Wort „Roman“ geht sehr passend, da alle Kapitel mit diesem Pfeil aufgemacht sind, was mir wirklich gut gefallen hat.

Sloane wird von ihrer Familie, die nur aus Polizisten besteht, total behütet, weswegen sie ihr Leben bis jetzt nicht richtig ausgenutzten konnte. Jetzt ist Sloane allerdings 21 und möchte endlich etwas erleben. So landet sie im Tattoo Studio bei Hemi, der ihr ihr erstes Tattoo tätowiert. Es bleibt aber nicht bei diesem einmaligen Treffen, sondern die beiden sehen sich immer wieder und fühlen sich mit jedem Mal noch mehr zueinander hingezogen. Allerdings verbergen beide Geheimnisse voreinander, die alles zerstören könnten…  

Sloane ist sehr wohlbehütet aufgewachsen, weswegen sie zuerst ein bisschen unbedarft wirkt. Sie möchte unbedingt ihr Leben ausnutzen und sieht in jeglicher Situation immer das Positive. Man merkt richtig, wie viel Lust sie aufs Leben hat. Sie ist total lebensfroh und scheut nicht davor, neue Dinge auszuprobieren, was ich alles sehr sympathisch an ihr fand. Dafür dass sie noch nicht besonders viele Lebenserfahrungen gesammelt hat, weiß sie trotzdem, wie sie mit den meisten Situationen umgehen muss und sie ist wirklich ziemlich selbstsicher. Nur manchmal plagen auch sie ein paar Selbstzweifel, aber insgesamt wirkte sie die meiste Zeit selbstbewusst und glücklich. Ich mochte Sloane also sehr gerne und finde, dass sie ein wirklich sehr sympathischer Charakter ist.

Hemi hat früher viele Frauen aufgerissen, hat sich allerdings mittlerweile gebessert, weil es für ihn wichtigere Dinge im Leben gibt. Das heißt aber lange noch nicht, dass er eine feste Beziehung sucht. Als Sloane in sein Leben tritt, fühlt sich Hemi sofort zu ihr hingezogen, was ihm gar nicht in den Kram passt, weil er sich eigentlich auf andere Dinge konzentrieren wollte. Sloane und Hemi sind beide leidenschaftliche Künstler, was die beiden sofort miteinander verbindet. Hemi geht sehr fürsorglich und lieb mit Sloane um und kümmert sich sehr gut um sie. Auch er wirkte auf mich sehr sympathisch. Er ist ein gutaussehender Tätowierer, der nach außen hin sehr stark wirkt und als könnte ihm niemand etwas anhaben. Im Inneren ist Hemi aber viel mehr und auch seine Gefühle für Sloane lassen ihn alles andere als kalt.

Das Buch ist immer abwechselnd aus Hemis und aus Sloanes Perspektive geschrieben, sodass man einen guten Einblick in die Gedanken und Gefühle beider bekommt. Der Schreibstil ist sehr flüssig und lässt sich sehr leicht lesen. Teilweise ist der Schreibstil auch ein bisschen humorvoll, was ich immer sehr gut finde. Ich habe das Buch sehr schnell durchgelesen, weil mich die Story gefesselt hat und ich den Schreibstil so gut fand. Das Buch wird nie langweilig, weil immer wieder etwas Neues passiert und es gibt auch ein paar überraschende Wendungen, besonders zum Ende hin, mit denen ich nicht gerechnet hätte. Ich fand es auch wahnsinnig toll, wie es die Autorin geschafft hat, die Anziehung zwischen Sloane und Hemi derart realistisch rüberzubringen. Man hat einfach richtig gemerkt, wie es zwischen den beiden geknistert hat und ich habe mich gefühlt, als wäre ich live dabei. Vor allem hat man auch gemerkt, wie die Spannung zwischen den beiden immer größer wurde. So etwas hat man bei einem Buch, finde ich, nicht besonders oft. Also zumindest springt bei mir nicht bei jedem Buch der Funke über, sodass ich das Gefühl habe direkt dabei zu sein. Das lag alles wahrscheinlich an dem Schreibstil, den Charakteren und daran, dass ich mich wirklich sehr darauf gefreut habe, dieses Buch zu lesen. Das ist mein erstes Buch dieser Autorin, aber sicherlich nicht mein letztes.


Fazit

Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir das Buch wirklich sehr gut gefallen hat und ich keine Kritikpunkte finde, die ich noch äußern könnte. Das Buch hat mich mit seinem außerordentlich gutem Schreibstil, den sympathischen Charakteren und der realistischen Darstellungsweise einfach total überzeugt. Das Buch zieht sich an keiner Stelle, sondern ist durchgehend spannend, sodass man das Buch wirklich ziemlich flott durchlesen kann. Ich freue mich schon total auf die weiteren Bände, die aber leider erst nächstes Jahr herauskommen werden. Von mir gibt es für dieses Buch eine totale Leseempfehlung!


Bewertung

5 von 5 Sternen





Mittwoch, 16. November 2016

Rezension: Frigid von Jennifer L. Armentrout

Titel: Frigid
Autorin: Jennifer L. Armentrout
Seiten: 336
Preis: 9,99€
Verlag: Piper
Ausgabe: Broschiert
Genre: New Adult
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Vielen Dank an den Piper Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!


Klappentext:

Sydney und Kyler sind so unterschiedlich wie Feuer und Eis. Während Kyler eine Frau nach der anderen abschleppt, geht Sydney lieber mit einem guten Buch ins Bett. Trotzdem sind sie seit Kindertagen beste Freunde. Doch als sie bei einem Skiurlaub von einem Schneesturm überrascht werden und in einer abgelegenen Skihütte übernachten müssen, werden alte, stets verdrängte Gefühle neu entfacht. Kann ihre Freundschaft diese Nacht überstehen? Und viel wichtiger: Werden sie die Nacht überstehen? Denn während sich die beiden einander vorsichtig nähern, hat es jemand auf ihr Leben abgesehen …


Meinung:

Also das Cover erinnert mich total an die der "Wait for you" Reihe, was ja auch ganz gut passt, weil beide ja von derselben Autorin sind. Allgemein finde ich das Cover mit den rosa Akzenten echt süß und auch innen ist das Buch sehr winterlich gestaltet, was natürlich im Moment sehr gut passt. (Auch wenn wir ja eigentlich erst Herbst haben, ist es ja leider schon total kalt...) Schade finde ich allerdings, dass das abgebildete Mädchen optisch überhaupt nicht zu Sydney aus dem Buch passt, da diese dunkle Haare hat und nicht wie auf dem Cover blonde.

Sydney und Kyler sind schon seit einer Ewigkeit beste Freunde. Sydney empfindet allerdings schon lange mehr für ihn, was Kyler aber nicht bemerkt, da er lieber jeden Tag eine andere mit nach Hause nimmt. Als sie dann zum alljährlichen Skiurlaub aufbrechen, sorgt ein Schneesturm dafür, dass ihre Freunde, die mitkommen wollten, es nicht zum Skihaus schaffen, sodass Kyler und Sydney ganz alleine sind... Irgendjemand scheint es auf ihr Leben abgesehen zu haben, denn das Haus wird immer wieder angegriffen, während es draußen immer kälter und verschneiter wird. Sie sind also dort gefangen... Außerdem fühlen sich beide auch immer mehr zueinander hingezogen...

Sydney ist ein sehr sympathischer Charakter, da sie sehr freundlich, lieb, niedlich und auch bücherverrückt ist. Sie ist auch ein bisschen schüchtern zu Beginn, weil sie sich einfach nicht traut, Kyler zu sagen, was sie empfindet. Außerdem ist sie nur knapp 1,60 Meter groß, wodurch ich sie noch mehr mochte, weil ich selbst so ein kleiner Pups bin. Sydney entwickelt sich auch ziemlich über das Buch hinweg, was ich auch immer sehr gut bei Charakteren finde. Ich sage jetzt nicht, in welcher Weise sie sich verändert, weil ihr sonst total von mir gespoilert werdet. Und das will ich ja nicht machen. Eine Szene hat sie mir besonders sympathisch gemacht, weil ich einfach genau gleich reagiert hätte.

"Ich musste eine schreckliche Entscheidung treffen. Den E-Reader fallen lassen oder den Cappuccino. Beide waren überlebensnotwendig. Aber der E-Reader war für mich wie ein unersetzbares und liebgewonnenes Baby."

Die Szene fand ich einfach richtig witzig und sie zeigt Sydneys Charakter auch ganz gut. Ich denke, jede Leseratte wird diese Entscheidung, die Sydney trifft, total verstehen können.

Das Buch ist immer abwechselnd aus Sydneys und Kylers Sicht geschrieben, sodass man auch einen ganz guten Einblick in seine Gefühlswelt bekommt. Zu aller erst finde ich irgendwie, dass sich der Name Kyler komisch anhört. Es gibt Tyler und Kyle, aber diese Mischung aus beiden Namen finde ich doch etwas seltsam. Ich weiß nicht, wieso, aber ich konnte mich nicht mit dem Namen anfreunden. Na ja, kommen wir zu wichtigeren Dingen. Kyler ist ein typischer Aufreißer. Jeden Tag nimmt er eine andere mit nach Hause. Zumindest ist er das nach außen hin, denn innerlich ist er anders und viel vielschichtiger als er vorzugeben versucht. Kyler liegt wirklich sehr viel an Sydney, was man total daran merkt, wie süß und fürsorglich er mit ihr umgeht. Ich finde es auch sehr sympathisch, dass er sich immer wieder als ihr Beschützer aufspielt. Grundsätzlich ist er wirklich ein netter Kerl und ich finde das er auch sehr viel Humor hat, genauso wie Sydney. Es ist manchmal echt lustig geworden, wenn die beiden miteinander geredet haben. Insgesamt mochte ich Kyler (abgesehen von seinem Namen ;D ) sehr gerne.

Als ich gesehen habe, dass dieses Buch rauskommt, hatte ich natürlich sehr hohe Erwartungen, weil das Buch nun einmal von Jennifer L. Armetrout ist, von der eigentlich jedes Buch brillant ist. Allerdings wurden meine Erwartungen schnell gedämpft, weil ich bevor ich das Buch gelesen habe, einige Rezensionen gelesen habe, die alle immer negativ waren. Ich habe also erwartet, dass mich das Buch total enttäuschen würde, als ich es aufgeschlagen habe. Aber schon nach den ersten Seiten habe ich mich gefragt, warum alle es denn so schlecht finden. Klar, ich kann verstehen, dass das hier von der Story her sicherlich kein Meisterwerk ist, aber so schlecht war es dann nun auch wieder nicht. Die Story ist wahrscheinlich sogar sehr unrealistisch, aber reintheoretisch kann so etwas schon passieren. Auch wenn die Story jetzt nichts so Außergewöhnliches war, finde ich, dass der Schreibstil das total ausgleichen konnte. Ich liebe einfach Jennifer L. Armetrouts Schreibstil, der auch hier wieder super ist. Ihr müsst mal ein Buch von ihr lesen, damit ihr genau wisst, was ich meine, denn ihr Schreibstil ist einfach unglaublich flüssig, total humorvoll und sehr einfach zu lesen. Ich musste an vielen Stellen lachen, weil manche Dinge sehr humorvoll beschrieben sind, was ich an dem Schreibstil sowieso total gerne mag. Egal, welches Buch man von ihr liest, der Schreibstil ist immer an manchen Stellen witzig, sodass man auch mal lachen kann. Ich habe das Buch sehr schnell durchgelesen, weil der Schreibstil so flüssig war und ich die Story eigentlich auch ganz gut fand.

Fazit:

Das Buch ist von der Story her sicherlich nicht Jennifer L. Armetrouts bestes Buch, aber dennoch ist die Story nicht so schlecht, wie mache schildern. Die Charaktere waren mir sehr sympathisch und der Schreibstil war wie immer super, weswegen man das Buch auch sehr schnell durchlesen kann. Dieses Buch ist mal ein bisschen anders als die Bücher, die man sonst von Jennifer L. Armetrout kennt, aber das heißt nichts Schlechtes. Das Buch ist eine gute Lektüre für zwischendurch und ich kann es euch allerdings nur so halb empfehlen, weil ich weiß, dass viele das Buch nicht mögen, aber wenn ihr mit einer ganz normalen Erwartungshaltung drangeht, kann euch das Buch bestimmt dennoch ganz gut gefallen.



Bewertung:


4 von 5 Sternen

Sonntag, 13. November 2016

Lesemonat Oktober



Ich bin wahrscheinlich wieder der letzte Mensch auf dieser Welt, der seinen Lesemonat hoch lädt. Jedes Mal nehme ich mir vor, ihn dieses Mal rechtzeitig hochzuladen, aber ich schaffe es dann trotzdem irgendwie nie. Na ja, aber besser später als nie. Ich habe diesen Monat so einige Bücher gelesen, wie ihr schon auf dem Bild seht. Es sind insgesamt 24 Bücher geworden, wobei zwei davon e-books sind, weswegen sie auf dem Bild nicht abgebildet sind. So ich wünsche euch jetzt auf jeden Fall viel Spaß bei meinem Lesemonat!

1. The perks of being a wallflower von Stephen Chboski
2. Crazy in love - Gefährlich schön
3. Crazy in love - Gefährlich sexy
4. Red Rising von Pierce Brown
5. Dark Love - Dich darf ich nicht begehren
6. Calendar Girl - Verführt
7. Miss you von Kate Eberlen
8. Harry Potter und der Stein der Weisen
9. Harry Potter und die Kammer des Schreckens
10. Die Rebellion der Maddie Freeman
11. Misbehaving von Abbi Glines
12. Ich und die Walter Boys von Ali Novak
13. Dirty Secrets von J. Kenner
14. Nightingale Way von Samantha Young
15. Scotland Street von Samantha Young
16. India Place von Samantha Young
17. Driven - Verbunden von K. Bromberg
18. Take a Chance von Abbi Glines
19. One more Chance von Abbi Glines
20. Sahnehäubchen von Anne Hertz
21. Shadow Falls Camp - Geboren um Mitternacht
22. Red Queen von Victoria Aveyard
23. Sunny Days von Heike Abidi (e-book; reread)
24. Herzbube von Birgit Hasselbusch (e-book; reread)

Gelesene Seiten: 9044
Seiten pro Tag: 292
Gelesene Bücher: 24




Flops


Diese drei Bücher haben mich diesen Monat am meisten enttäuscht. "Dirty Secrets" hat mir nicht gefallen, weil mich die beiden Protagonisten total gestört haben. Das Buch hat mich an die Royal und Crossfire Reihe erinnert, die ich beide nicht besonders mochte. Also falls euch die Reihen gefallen, könnte euch dieses Buch auch gefallen, denn der Protagonist des Buches ist auch sehr dominant usw. "The perks of being a wallflower" war jetzt nicht wirklich ein Flop, aber schon irgendwie eine Enttäuschung, weil ich von allen möglichen Leuten gehört habe, dass dieses Buch so toll sein soll, weswegen ich schon ziemlich hohe Erwartungen an das Buch hatte. Die Story fand ich grundsätzlich wirklich gut, aber nach einer Weile hat mich der Protagonist, Charlie, wirklich genervt, weil er entweder die ganze Zeit geheult hat oder Drogen genommen hat. Ich weiß, Charlie hat Probleme, die sein Verhalten schon ein bisschen rechtfertigen, aber ich fand es einfach etwas too much. "Sahnehäubchen" habe ich gelesen, weil meine Mutter es mit im Urlaub hatte und mir die Bücher ausgegangen sind. Allerdings muss ich sagen, dass die Story schon ein bisschen abgedreht war. Insgesamt hat mich das Buch an einen typischen Sat1 Film erinnert, wenn ihr wisst, was ich meine. Es hat mir also nicht besonders gut gefallen.



Tops


Diese 6 Bücher haben mir diesen Monat besonders gut gefallen. Ich habe mich so sehr gefreut, als letzten Monat der vierte Teil von Driven rausgekommen ist und das Buch war einfach nur wunderbar. Lest auf jeden Fall diese Reihe, falls ihr es noch nicht getan habt. Die Edinburgh Love Stories gefallen mir auch total gut und der letzte Teil, "Nightingale Way", hat mir nochmal besonders gut gefallen. "One More Chance" ist der zweite Teil in der Rosemary Beach Reihe über Grant und Harlow. Der erste Band über die beiden hat mir schon total gut gefallen, aber ich finde, der zweite Band über die beiden ist einfach noch viel besser. Es hat mich so sehr berührt und ach, ihr müsst es einfach lesen. Zu "Red Queen" muss ich, glaube ich, nicht mehr viel sagen, weil es sowieso alle kennen. Es hat mir einfach sehr gut gefallen. "Miss you" war die Überraschung meines Monats, weil ich überhaupt nicht damit gerechnet habe, dass mir dieses Buch so unglaublich gut gefallen würde. Die Protagonisten sind einfach so super und die Story im Allgemeinen hat mir wirklich außerordentlich gut gefallen. Auch "Red Rising" gehört diesen Monat definitiv zu meinen Tops, weil das Buch im Genre Dystophie meiner Meinung nach mit zu den Besten gehört. Ich werde mir die weiteren Teile auch bald holen und freue mich jetzt schon aufs Lesen.


So, das war`s dann auch schon für den letzten Monat. Ich bin auf jeden Fall sehr zufrieden mit mir, weil ich wirklich viele Bücher gelesen habe und ich hatte glücklicherweise auch nur ganz wenige Flops dabei. Ich wünsche euch jetzt noch einen schönen restlichen Sonntag und hoffe, dass euch der Post gefallen hat! :)



Eure Nina

Montag, 7. November 2016

Rezension: Jetzt, Baby von Julia Engelmann

Titel: Jetzt, Baby
Autorin: Julia Engelmann
Preis: 7€
Seiten: 121
Verlag: Goldmann
Ausgabe: Broschiert mit Klappe
Genre: Poetry Slam
Reihe: 3/3
Kaufen? Hier!

Vielen Dank an den Goldmann Verlag und das Bloggerportal für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!

Klappentext:

Seit ihr Slam „One Day“ ein sensationeller Interneterfolg wurde, fängt Julia Engelmann wie keine andere das Lebensgefühl einer ganzen Generation ein. Ob auf der Bühne performt oder auf Papier gedruckt – ihre Texte sind mitreißend, ehrlich und berührend. So auch in ihrem neuen Buch: Mit ihrem einzigartigen Sound und ihrer besonderen Sprache schreibt sie darüber, wie wir unser Glück in die Hand nehmen, Träume wahr machen und uns dabei treu bleiben. Lass uns Glücksmomente feiern, im bunten Konfettiregen tanzen und das Leben leben – jetzt, Baby!
Meinung:


Das Cover gefällt mir total gut. Es sieht einfach sehr süß aus mit diesen Strichmännchen auf der Schaukel und dem Konfetti um sie herum. Im Buch sind auch ein paar Illustrationen, die dann immer passend zum jeweiligen Poetry Slam Text sind. Ich finde dadurch ist das Buch von der Aufmachung her sehr hübsch. Allgemein ist es ja eher selten, dass man Illustrationen in einem Buch hat und deswegen ist dieses Buch (und alle anderen aus der Reihe) schon etwas Besonderes und ich finde, die Illustrationen passen einfach auch total gut zum Buch.

Ich fand den ersten Band der Reihe wirklich herausragend, weil die Texte von Julia Engelmann sehr tiefgründig und sehr geschickt geschrieben sind. Die meisten von euch kennen Julia Engelmann wahrscheinlich durch ihren berühmten Slam "One Day", der auch im ersten Buch steht. In diesem Band der Reihe schreibt Julia Engelmann Slam Texte über die "Quarterlifecrisis". Die Texte regen zum Nachdenken an, da man manche zwar sofort versteht, aber bei manchen muss man doch ein bisschen darüber nachdenken, welche Bedeutung der Text hat.  

Manche Texte haben mir wirklich sehr gut gefallen, wohingegen mir andere auch nicht so zugesagt haben, aber das lag nicht daran, dass sie stilistisch nicht gelungen waren, sondern daran, dass ich mich einfach nicht damit identifizieren konnte, weil der Text einfach zu mir persönlich nicht gepasst hat. Aber das ist jetzt kein Kritikpunkt, denn das wird man immer haben bei Gedichten oder eben Poetry Slams.

Die Texte sind abwechslungsreich und stilistisch einfach großartig.  Insgesamt sind die Texte humorvoll, selbstkritisch und liebevoll. Die Texte regen dazu an über sein Leben nachzudenken und sich zu fragen, ob man überhaupt glücklich ist, so wie das Leben im Moment ist. Die Texte zeigen, dass man sich selbst nicht immer so unter Druck setzten soll und das Leben einfach leben soll und dazu gehört es nun mal auch, mal Fehler zu machen. Die Themenwahl ist dabei breit gefächert, aber man kann die meisten Texte aufs eigene Leben übertragen, weswegen mir die Texte auch so gut gefallen.

Ich werde jetzt einfach nochmal ein paar Zitate anführen, damit ihr einen Eindruck von Julia Engelmanns Schreibstil bekommt und ihr wisst, wovon ich überhaupt rede.

"Ich habe Flügel, ich kann fliegen,
habe aber Höhenangst"
(aus "Höhenagst")

"Und mit dir zu sprechen tut mir jedes Mal gut,
weil du mich verstehst, wie das sonst keiner tut."
(aus "Mit dir zu sprechen")

"Ich bin nur ein kleines Korn,
mich wird keiner fallen hören.
Doch fallen wir alle simultan,
wird der Lärm die Ruhe stören."
(aus "Meine Stimme")

Die Slam Texte sind auch von der Länge her sehr unterschiedlich. Manche gehen über 10 Seiten, wohingegen andere noch nicht mal eine Seite lang sind. Besonders gut hat mir übrigens "Mit dir zu sprechen" gefallen, weil es ein  Text über Freundschaft ist, mit dem ich mich total identifizieren konnte. Dieser Slam Text ist zwar sehr kurz, aber dennoch wunderschön.

Fazit:

Insgesamt hat mir auch dieses Buch von Julia Engelmann wieder sehr gut gefallen, weil ihre Slam Texte einfach sehr berührend sind. Ich kann euch das Buch nur empfehlen und ihr solltet euch auf jeden Fall zumindest ein Buch von Julia Engelmann anschaffen, denn ihre Texte sind einfach genial. Auch wenn ihr kein Fan von Gedichten seid. Poetry Slam Texte sind nochmal etwas ganz anderes und auch viel leichter zu verstehen als so manches Gedicht.


Bewertung:

5 von 5 Sternen

Sonntag, 6. November 2016

Rezension: Herz aus Nacht und Scherben von Gesa Schwartz

Titel: Herz aus Nacht und Scherben
Autorin: Gesa Schwartz
Preis: 17,95€
Seiten: 544
Verlag: cbt
Ausgabe: Gebunden
Genre: Fantasy
Kaufen? Hier!

Vielen Dank an den cbt Verlag und das Bloggerportal für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!

Klappentext:

In Venedig gerät die siebzehnjährige Milou in die Welt der Scherben: das Reich der verlorenen Gedanken, der zerschlagenen Träume, der unvollendeten Geschichten und vergessenen Wünsche. Auf der Suche nach spurlos im Nebel verschwundenen Menschen verliebt sie sich in den mysteriösen Rabenwandler Nív, doch sie weiß: Seine Welt ist nicht für sie bestimmt. Und mit jedem Augenblick zieht das Reich der Scherben sein Netz enger …
Meinung:

Zu dem Cover muss ich glaube ich nicht viel sagen, denn es ist wunder wunderschön! Das Mädchen sieht genauso aus, wie ich mir Milou auch vorstellen würde und der pinke Schriftzug glänzt so hübsch. Auch der abgebildete Rabe, die zahlreichen Scherben und das im Hintergrund zu sehende Venedig passen so gut zum Buch und sehen einfach toll aus. Ich bin absolut verliebt in dieses Cover!

Milou verbringt ihre Ferien bei ihren Großeltern in Venedig und schon zu Beginn des Aufenthalts merkt sie, dass es seltsam dort ist, denn sie wird von Nebel verfolgt und hört Stimmen. Niemand außer ihr scheint diese Stimmen im Nebel wahrzunehmen, bis sie sieht, wie Kinder in den Nebel laufen und spurlos verschwinden. Niv führt sie an den Ort, wo diese Kinder hin sind: Ins Reich der Scherben. Sie ist die Außerwählte, die dieses Reich von der Herrschaft des grausamen Königs Caldoron befreien soll. Und als ob das nicht schon genug wäre, verliebt sich Milou auch noch in Niv, der in seiner Brust ein Herz aus Scherben trägt.

Milou ist die Protagonistin des Buches und sie war schon immer eine Träumerin und Geschichtenerzählerin. Deswegen ist es auch kein Wunder, dass sie dazu auserkoren ist, ins Reich der Scherben zu gehen, obwohl sie ein Mensch ist. Milou ist verträumt, ehrgeizig und insgesamt ein sehr nettes Mädchen. Sie gewinnt über das Buch immer mehr Selbstbewusstsein und wirkt deswegen auch immer stärker. Zu Beginn glaubt sie noch nicht wirklich an sich und weiß nicht, wie sie den Leuten im Land der Scherben helfen soll, aber sie bleibt natürlich am Ball und begibt sich mit Niv auf die Suche nach der Waffe, mit der sie Caldoron besiegen können. Insgesamt ist Milou ein sehr sympathischer Charakter, der über das Buch hinweg viel Stärke bewiesen hat. Außerdem finde ich den Namen Milou total hübsch.

Niv passt auf Milou auf und bringt sie in die Welt der Scherben, weil er in ihr die Erlöserin erkannt hat. Niv rettet Milou zu Beginn ein paar Mal und wirkt dadurch sehr heldenhaft und als würde er sich sehr für Milo interessieren. Allerdings ist er meist sehr kalt und zurückgezogen und in anderen Momenten dann wieder sehr nett. An seinem Verhalten merkt man schon, dass Niv irgendein Geheimnis verbergen muss, aber ich verrate euch jetzt natürlich nicht, welches das ist. Mit der Zeit taut Niv allerdings ein bisschen auf und er zieht sich immer seltener zurück. Er hat Humor, lächelt gerne, ist liebevoll, heldenhaft und möchte mit Milou unbedingt das Reich der Scherben retten. Man merkt auch über das Buch, wie die Bindung zwischen den beiden immer stärker wird. Aber eine Liebesbeziehung zwischen den beiden ist unmöglich, denn sie stammen aus unterschiedlichen Welten...

Von den Nebencharakteren hat mir Milous Großvater, Frederico, am besten gefallen, weil er sich so liebevoll um Milou kümmert und eine Leidenschaft für Bücher und jegliche Art von Geschichten hat. Von ihm hat Milou die ganze Fantasie und den Spaß am Geschichtenerzählen.

König Caldoron ist der typische Antagonist, den man einfach nicht mag. Er ist machtgierig und grausam und man will einfach nur, dass Milou diesen Typen vom Thron stößt, damit er nicht mehr so furchtbar ungerecht mit den Wesen in der Welt der Scherben umgehen kann. Zum Ende hin erfährt man, wieso er so ist, wie er ist und danach habe ich dann doch etwas Sympathie empfunden.

Der Einstieg ins Buch ist mir sehr leicht gelungen, weil ich das Buch von Anfang sehr spannend fand und ich den Schreibstil auch sehr mochte. Teilweise war dieser zwar etwas distanziert, aber das war nur an wenigen Stellen so. Ich habe zuvor viele negative Meinungen zu dem Buch gelesen und war deswegen angenehm überrascht, als ich mit dem Buch begonnen habe, dass es mir gefällt. Ich finde allgemein Bücher über Parallelwelten immer total gut und ich mochte auch hier das Reich der Scherben. Allerdings muss ich sagen, dass das Buch von Seite zu Seite immer "komplizierter" wird, weil die Namen der Leute im Reich der Scherben schon sehr außergewöhnlich sind und die Orte, an die Niv und Milou reisen schon sehr außergewöhnlich sind. Wenn man sich allerdings auf das Buch einlässt, finde ich, dass man sehr gut damit klarkommt. Hier sind mal ein paar Beispiele für Namen: Dha`raki, Pala`Dhey usw.  Teilweise hat sich das Buch auch ein bisschen gezogen und wurde dann doch sehr langweilig, sodass ich mich zum Weiterlesen zwingen musste. Man hätte ca. 100 Seiten weglassen müssen, damit das nicht passiert wäre, aber auf die langweiligen Stellen folgten dann auch wieder spannende Stellen, die auch eindeutig überwogen haben, sodass das dann nicht ganz so schlimm war.

Fazit:

Insgesamt mochte ich die das Buch ganz gerne, da die Charaktere allesamt gut ausgearbeitet sind und ich die Welt der Scherben sehr interessant finde. Das Buch war auch die meiste Zeit spannend, weil es auch überraschende Wendungen gab und Milou und Niv natürlich immer Angst vor einem Angriff durch König Caldoron haben mussten. Allerdings hat sich das Buch an manchen Stellen auch sehr gezogen, weswegen ich einen Stern abziehen muss. Des Weiteren fand ich die Namen von den Völkern und teilweise auch von den Leuten aus der Welt der Scherben etwas sehr merkwürdig. Alles in allem kann ich das Buch allen Fantasy Fans und Leuten, die Parallelwelten lieben, empfehlen.


Bewertung:

4 von 5 Sternen